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Weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus

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Schleswig-Holstein - Die Höhe der Neuinfektionen habe heute eine andere Bedeutung. Die hohe Impfquote reduziere die Zahl schwerer Verläufe. - Archivfoto: Thomsen

Der Ministerpräsident äußerte sich im Vorfeld der am Freitag stattfindenden Bund-Länder-Beratungen. Zuvor hatten Günther und seine beiden Stellvertreter, Finanzministerin Monika Heinold und Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg, die aktuelle Lage mit dem Expertenrat auf Landesebene erörtert und mit den Spitzen der Koalition den weiteren Kurs abgesteckt.

Demnach sind folgende Maßnahmen ab der kommenden Woche geplant:

.              Ausweitung der Maskenpflicht in Innenräumen.

.              Absenkung der Teilnehmerobergrenze bei Sitzveranstaltungen mit passivem Publikum (z.B. Theater, Kino, Konzerte) auf maximal 500 Personen.

.              Maskenpflichten für Beschäftigte im Einzelhandel unabhängig von physischen Barrieren.

.              2G-Plus-Regelungen bei organisiertem Sport und im Fitnessstudio für Personen ab 18 Jahre.

Vorbehaltlich einer vom Schleswig-Holsteinischen Landtag festzustellenden epidemischen Lage für das Land:

.              Schließung von Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen

.              Einführung einer Sperrstunde von 23 bis 5 Uhr.

Zugleich begrüßte der Ministerpräsident die grundsätzliche Zielrichtung, Quarantänevorgaben neu zu regeln. Das betreffe die Verkürzung der Isolationszeiten infizierter Menschen, als auch die Quarantänezeiten von Kontaktpersonen, sofern ein negatives Testergebnis vorgelegt wird. "Dies sichert die Funktionsfähigkeit der kritischen Infrastruktur, des Gesundheitssystems und auch weiterer gesellschaftlicher Sektoren."

"Wir sehen im Moment einen Anstieg der Infektionen - auch nach Diskothekenbesuchen sind Fälle aufgetreten", sagte Günther. Maßstab für die Einordnung der Zahlen müssten aber weiterhin die Hospitalisierungsinzidenz und die Belastung der Intensivkapazitäten sein. Dies werde auch so bleiben, weil sich nur so eine mögliche Überlastung des Gesundheitssystems erkennen lasse. Diese Indikatoren liegen derzeit deutlich unter den Werten von vor einem Jahr.

Die Höhe der Neuinfektionen habe heute eine andere Bedeutung. Die hohe Impfquote reduziere die Zahl schwerer Verläufe. In diesem Zusammenhang verwies der Ministerpräsident auf Studien aus anderen Staaten, die diese Befunde bestätigten. Dennoch sei es angesichts der derzeit sehr stark steigenden Infektionszahlen richtig, vorsichtig zu bleiben, weshalb die Landesregierung weitere Maßnahmen vorsehe.

Der Ministerpräsident appellierte an die Bevölkerung Schleswig-Holsteins, sich an die Abstands-, Masken- und Hygieneregeln zu halten. Diese sind der beste Schutz vor Infektionen. Vor allem aber: "Lassen Sie sich impfen und boostern. Die Auffrischungsimpfung trägt ganz entscheidend dazu bei, dass Sie sich entweder gar nicht erst infizieren oder aber, sollte es doch zu einer Infektion kommen, einen eher milden Verlauf haben oder gar asymptomatisch bleiben."


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