Zeitumstellung am Wochenende: Der jährliche Mini-Jetlag für alle – völlig ohne Auslandsreise

 |  von Thomsen / Foerde.news

Obwohl das EU-Parlament 2019 bereits für ein Ende der Zeitumstellung stimmte, fehlt bislang eine Einigung - Symbolfoto: Thomsen

Vermischtes – Es ist wieder soweit: In der Nacht drehen wir kollektiv an der Uhr – oder besser gesagt, sie dreht an uns. In der Nacht von Samstag auf Sonntag endet die Sommerzeit. Um 3 Uhr morgens wird die Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Eine Stunde geschenkt – hurra! Oder: Noch eine Stunde mehr Schlaflosigkeit und Sinnkrise, ganz wie man’s nimmt.

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Offiziell dient die Zeitumstellung dem Zweck, das Tageslicht besser zu nutzen – eine Idee aus einer Zeit, als Glühbirnen noch Luxus waren und der Mensch sich nach dem Sonnenstand richtete. In der Realität bedeutet das vor allem eines: Verwirrung, miese Laune und ein biologischer Jetlag, ganz ohne den Spaß einer Fernreise. Millionen Menschen werden am Montagmorgen wieder wie Zombies ins Büro schlurfen, innerlich schreiend, äußerlich mit Kaffee getarnt.

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Der Körper sagt Nein, die Uhr sagt Ja

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Während Politiker regelmäßig beteuern, das Thema „endlich europäisch“ lösen zu wollen, hält sich die Zeitumstellung in Deutschland zäh wie eine Grippe im Januar. Studien zeigen: Der Mini-Zeitreisestress kann sich negativ auf den Biorhythmus auswirken, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme inklusive. Aber hey – für so etwas wie körperliche Gesundheit ist ja noch immer jeder selbst verantwortlich, nicht wahr?

Und wer jetzt hofft, das sei wirklich das letzte Mal: Leider nein. Obwohl das EU-Parlament 2019 bereits für ein Ende der Zeitumstellung stimmte, fehlt bislang eine Einigung darüber, ob dauerhaft Sommer- oder Normalzeit gelten soll. Ergebnis: Wir drehen weiter im Kreis – also an der Uhr.

Also, was tun?

Am besten: Uhr umstellen, sich ärgern, Kaffee trinken, über das Leben nachdenken. Und die Stunde Schlaf genießen, die uns im Frühjahr ohnehin wieder brutal entrissen wird.