Zukunft des Deutschen Hauses: Sanierung ab 2028 geplant
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Die Stadt hat ein Großprojekt im Blick: die Zukunft des Deutschen Hauses. Wie Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer mitteilte, läuft der aktuelle Betreibervertrag Ende 2027 aus. Hintergrund ist vor allem der bauliche Zustand des Gebäudes.
Nach Angaben der Stadt ist insbesondere die veraltete Elektrik ein zentrales Problem. Aus Sicherheitsgründen könne der Betrieb langfristig nicht fortgeführt werden. Bereits jetzt seien Veranstaltungen nur mit zusätzlichen Brandschutzmaßnahmen möglich. „Das ist aktuell geduldet, aber keine Dauerlösung“, so Geyer.
Die Stadt plant daher eine umfassende Sanierung, die voraussichtlich von 2028 bis Ende 2029 dauern soll. Ein entsprechender Planungsauftrag wurde kürzlich politisch auf den Weg gebracht. Konkrete Finanzierungszusagen gibt es allerdings noch nicht.
Große Hoffnung setzt die Stadt auf Fördermittel des Bundes. Aufgrund der historischen Bedeutung des Deutschen Hauses im deutsch-dänischen Kontext sieht Geyer gute Argumente für eine Unterstützung. Gespräche mit Bundestagsabgeordneten hätten bereits stattgefunden.
Während der Bauphase wird geprüft, ob ein eingeschränkter Betrieb möglich ist. Denkbar sei etwa die Nutzung einzelner Bereiche wie des Kinos. Ein regulärer Veranstaltungsbetrieb werde jedoch voraussichtlich nicht aufrechterhalten werden können.
Für den aktuellen Betreiber bedeutet dies vor allem Unsicherheit. Die Stadt habe Verständnis für den Wunsch nach Planungssicherheit, betonte Geyer. Gleichzeitig sei die Sanierung unumgänglich, um das Gebäude langfristig zu erhalten und wieder voll nutzbar zu machen.
Mit der geplanten Modernisierung soll das Deutsche Haus fit für die Zukunft werden – auch wenn dafür zunächst eine mehrjährige Unterbrechung in Kauf genommen werden muss. Auch der jetzige Betreiber, die Firma Förde Show Concept, kann sich nach Fertigstellung der Sanierung erneut um den Betrieb bewerben. Abschließend erklärte Geyer, für das geplante Ausgabevolumen sei eine Ausschreibung erforderlich.