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Zukunftsfähige Innenstadt - Flensburg erhält 2,58 Millionen Euro aus Bundesprogramm

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Ziel des bis August 2025 angelegten Projektes "Erlebnismeile" sind eine Erhöhung der Besucherfrequenz in der Innenstadt. - Symbolfoto: Thomsen

Flensburg - Mitte November hat die Stadt Flensburg die Förderzusage für die bereits im Februar beantragten Fördergelder aus dem Bundesprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" erhalten. Für das Projekt "Erlebnismeile" stehen der Stadt damit insgesamt 2.579.000,- Euro zur Verfügung. Die Fördersumme beträgt 90% davon, also 2.321.100,- Euro. Die restlichen 10%, 257.900,- € stellt die Stadt als Eigenmittel zur Verfügung. Beschlossen wurde die Beantragung am 27. Januar 2022 in der Ratsversammlung.

Ziel des bis August 2025 angelegten Projektes "Erlebnismeile" sind eine Erhöhung der Besucherfrequenz in der Innenstadt. Dazu gehören die Verbesserung der Familienfreundlichkeit und eine Erweiterung des Einzugsgebietes. Ein weiteres Ziel ist der Abbau des Leerstands von Ladenlokalen. Durch gestiegene Kundenfrequenzen und einer damit einhergehenden positiven Umsatzentwicklung erhofft sich die Stadt auch zu einer verstärkten Aufbruchsstimmung bei einheimischen Händlern und Akteuren.

In der ersten Phase des Projektes wird in den kommenden Monaten an strategischen Konzepten gearbeitet. Neben einer Innenstadtstrategie soll mit Hilfe externer Fachleute ein Event- und Kommunikationskonzept erarbeitet werden. Darin sollen neue und speziell auf die Innenstadt zugeschnittene Eventformate entwickelt werden. In Ergänzung zu bestehenden maritimen Hafenevents sollen passende Altstadt-Veranstaltungsformate konzipiert werden, die als Anreizfaktor zum Besuch der Innenstadt wirken.

Während der weiteren Laufzeit des Projektes ist die Umsetzung mehrerer dieser Eventformate vorgesehen. Dazu gehört auch deren Vermarktung in einem größeren Einzugsgebiet, auch auf dänischer Seite. Diesen Part soll die Tourismus Agentur Flensburger Förde (TAFF) übernehmen.

Eine Aufwertung der Fußgängerzone ist ebenfalls Teil des Konzepts. Geplant ist die Etablierung von kleinen Ruheoasen zwischen Süder- und Nordermarkt, um mit Sitzgelegenheiten, Stadtgrün und Spielgeräten zu kleinen Verschnaufpausen einzuladen.

Speziell für Familien mit Kindern will die Stadt in Kooperation mit einem Dienstleister eine innerstädtische Kinderbetreuung einrichten. An mindestens 2 Tagen je Woche sollen Kinder dort betreut und mit Spielen und Aktionen beschäftigt werden. So soll der Innenstadt-Aufenthalt auch für Kinder zu einem Erlebnis werden, während Eltern und/oder Großeltern zwischendurch eigenen Erledigungen wie z.B. Arztbesuch oder Modeshopping nachgehen können.

Als weiterer Impuls ist im Rahmen des Projektes außerdem die Etablierung eines spannenden Concept Stores vorgesehen. Hier sollen ungewöhnliche, hochwertigen Kombinationen von Sortimenten und Angeboten dargeboten werden. Den Zuschlag bekommt die für Flensburg passendste Idee im Rahmen eines Wettbewerbs. Dem Gewinner winkt dann eine finanzielle Anschubhilfe in Form eines deutlichen Mietnachlasses bei einer von der Stadt angemieteten Immobilie. Details hierzu werden in der ersten Jahreshälfte 2023 veröffentlicht.

"Die Finanzspritze von immerhin rund 2,6 Mio. Euro wird unsere Innenstadt ein enormes Stück nach vorne bringen" freuen sich Oberbürgermeisterin Simone Lange und Innenstadtmanager Bela Bergemann. "Wir freuen uns, dass der Fördergeldgeber unser Paket von ineinandergreifenden und aufeinander aufbauenden Maßnahmen so positiv bewertet hat und die beantragte Summe in voller Höhe bewilligt wurde."

 


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