Dreimal in Folge: Unbekannte zerstören Regenbogenbanner
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Zum dritten Mal in Folge sind in Flensburg Regenbogenbanner beschädigt oder entfernt worden. Nach Angaben des queeren Zentrums wurden die Fahnen am Hafendamm am Donnerstagmorgen mit einem Messer zerstört. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.
In Flensburg sind zum dritten Jahr in Folge Regenbogenbanner im Umfeld des Christopher Street Day Ziel von Zerstörung geworden. Bereits in den Jahren 2024 und 2025 waren Banner an mehreren Brücken beschädigt oder abgenommen worden. Nun wurden erneut Fahnen zerstört.
Wie Andreas Witolla, Leiter des queeren Zentrums, erklärte, wurde er am Donnerstagmorgen über den Vorfall informiert. Unbekannte hätten die Banner an der Brücke am Hafendamm mit einem Messer beschädigt. Sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite weisen die dort angebrachten Banner demnach große Löcher auf.
Schon in den beiden Vorjahren hatte es ähnliche Vorfälle gegeben. Im Jahr 2024 wurden Banner nicht nur von den Brücken an der Heinrichstraße sowie am Norder- und Süderhofenden entfernt, sondern anschließend auch verbrannt. Damals musste sogar die Feuerwehr ausrücken. Im Jahr 2025 wurden die Banner erneut abgenommen und zerschnitten. In beiden Fällen geschah dies noch vor dem eigentlichen CSD.
Obwohl der diesjährige Christopher Street Day bereits am 17. Mai stattgefunden hat, hängen die Banner weiterhin an den Brücken. Auch im Stadtgebiet weisen noch einige Schilder auf die Veranstaltung an der Hafenspitze hin.
Witolla kündigte an, wie schon in den vergangenen Jahren erneut Anzeige zu erstatten. Auf Nachfrage bestätigte Pressesprecherin Katharina Petersen von der Polizeidirektion Flensburg gegenüber Förde.news, dass in dem Fall eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen werde. Ob erneut der Staatsschutz die Ermittlungen übernimmt, ist derzeit noch unklar. In den vergangenen beiden Jahren war dies wegen des Verdachts auf queerfeindliche Motive geschehen.
Für die Organisatoren und Unterstützer des CSD ist der erneute Vorfall ein Zeichen dafür, dass Akzeptanz und Gleichberechtigung weiterhin keine Selbstverständlichkeit sind. Dass ausschließlich die Regenbogenbanner beschädigt wurden, während andere Werbebanner für Diskotheken oder Veranstaltungen unversehrt blieben, wird dabei als deutliches Indiz für ein gezieltes Vorgehen gewertet.